Freitag, 27. August 2010

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Während unsere Räder repariert und gewartet werden, bleibt uns „nur“ ein ausgedehnter Stadtbummel. Lyon hat viel Flair, erinnert an Paris, ist aber nicht so hektisch. Es ist ein heißer Tag, wir bevorzugen mehr die kleineren Straßen, mit Schatten.

3. Hilfe beim Flyer-Händler in Lyon: Akku und Ersatzteil sind angekommen (26.8.)



Heute ein kurzer Anruf und wir sitzen im Zug mit den Rädern, ohne Gepäck, und fahren diesmal aus nördlicher Richtung auf Lyon zu. Monsieur Chabre baut innerhalb weniger Minuten die neue Kontaktleiste ein und die Akkus werden auf Garantie gegen neue ausgetauscht. Nun sind wir wirklich guter Dinge, dass wir mit den Rädern nach Hause radeln werden! Der Firma Flyer sei für die prompte und unkomplizierte Zusendung der dringend benötigten Teile gedangt! Ohne ein Netz von Flyer-Händler in Frankreich kann man eigentlich eine solche Tour nicht empfehlen.

2. Hilfe beim Flyer-Händler in Lyon: Nichts geht mehr – Probleme der Kontakte mit dem Akku (23.8.)



Morgens beim Start sagt Friedrichs Display nichts mehr, bzw. nach dem Einschalten schaltet es sich sofort wieder ab und lässt auch keine Motornutzung zu. Ein Anruft beim Kundenservice der Firma Flyer (Service-Telefon Nr. 0041 629595530) hilft uns auch nicht direkt weiter, die Dame am Telefon meint „entweder liegt es am Akku oder an der Box“ - gemeint ist die Elektronikbox mit Display. Aus der Ferne ließe sich keine genauere Diagnose stellen, man müsse einen Flyer-Händler aufsuchen. Was für ein Glück, dass es nur noch 20 km bis Lyon sind, die Friedrich nun jedoch ohne jegliche Motorunterstützung strampeln muss. Georg dagegen erfreut sich einer funktionierenden Unterstützung. Ein weiteres Glück im Unglück: Der Händler, Monsieur Chabre, bietet uns an trotz regulärem Montags-Geschäftsschluss sich unserem Problem zu widmen. So treffen wir diesmal mit vollem Gepäck bei seinem Geschäft ein. Friedrich ist ziemlich geschafft, denn neben der nicht funktionierenden Motorunterstützung liegen die Temperaturen oberhalb von 28 Grad und die Luft ist feucht-schwül.


Der Fachmann stellt fest, dass die Kontakte zur Stromabnahme nicht in Ordnung sind: Ein Kontakt ist oxidiert und dessen Kunststoffummantelung geschmolzen. Dies hat bei jedem der beiden Akkus auch eine dunkele Schicht zurückgelassen und dürfte die Ursache für den Stromausfall sein. Firma Flyer, die Monsieur Chabre einschaltet, empfiehlt (im Rahmen der Garantie) den Austausch sowohl der Kontakte als auch der Akkus. Dies würde normalerweise 8-10 Tage dauern, mutmaßt der franz. Händler.




Monsierur Chabre ermöglicht uns trotzdem die Weiterreise, indem er die fehlerhafte Kontaktleiste auswechselt. Einen Ersatz baut er aus einem seiner Räder aus – wir werden für den „regulären“ Austausch eine erneute Bahnfahrt vornehmen. Dies können wir als Tagestour erledigen und dafür unser Gepäck vor Ort nördlich von Lyon belasssen. Wenn es schnell geht, könnte dies bereits am folgenden Freitag der Fall sein.

1. Hilfe beim Flyer-Händler in Lyon: „Schlechte“ Zähne und abgenutzte Ketten (19.8.)






In Frankreich gibt es kein sehr dichtes Händler-Netz unserer Flyerräder, doch wir haben Glück in Lyon: Der hilfsbereite Händler aus Lyon, Monsieur Chabre, checkte unverzüglich die Räder. Seine Diagnose: Man kann für einen besseren Fahrkomfort die Ketten und verschiedenen Zahnräder wechseln – man könnte aber auch weiterfahren. Uns ist das extreme Geruckel der Kette, das sich besonders unter hoher Last (am Berg, bei starkem Gegenwind) bemerkbar macht, zu unangenehm. Daher nehmen wir sein Angebot an und lassen bis zum späten Nachmittag beide Räder zwecks Reparatur bei ihm. Die übrigen Probleme und auch der Austausch der hinten stark abgenutzten Scheibenbremsbeläge will Monsieur Chabre auch lösen. Seine eigentlichen Termine hat er kurzfristig verschoben, damit er uns helfen kann. Wir machen zwischenzeitlich sight-seeing in Lyon, siehe oben.




Bahnfahrt ohne Gepäck nach Lyon (19.8.)






Auf gut Glück treten wir eine Bahnfahrt nach Lyon mit den Rädern, ohne Gepäck, an, denn es erscheint uns zu schwierig, vorab alle Details per Telefon zu übermitteln: Die Räder haben fast 6.000km, davon über 5.500 km mit Gepäck, gelaufen und laufen ruckelig. Mit einem Regionalzug (TER) dürfen wir die Räder kostenlos mitnehmen. Das Notfalltelefon der Bahn wirkt sehr antiquiert, die Doppelstock-Niederflurwagen sind es nicht!

Weiterfahrt auf der Autobahn?



Nein – aber es sieht fast so aus. Wir geben uns Mühe, dass wir auf möglichst kleineren Wegen bleiben.

Durchfahrt nichts für Überbreite und Überlänge



An Radwegen haben wir schon die unterschiedlichsten Konstruktionen zur Vermeidung von PKW-Verkehr gesehen. Diese Konstruktion ist uns fremd, aber auch irgendwie unheimlich....

Donnerstag, 26. August 2010

Friedrich nicht im Dienst....



Ein kurzer Blick und Friedrich freut sich, dass dieser Imker nicht in Bremen in seinem Zuständigkeitsbereich liegt. Im weiteren Garten liegen noch mehr Beutenteile usw. einfach herum....aber Friedrich ist hier eindeutig nicht im Dienst und darf einfach weiterradeln.



St.Pierre le Beuf....nix für Schlachter (21.8.)




Leider können wir nicht herausfinden, was dieser eher lustig klingende Name für einen Hintergrund hat. Friedrich findet, dieses Bildmotiv aus Lyon passt irgendwie...

Das soll Wien (Vienne) sein? (22.8.)



Das Rhone-Städtchen heißt wirklich so, kann mit dem großen Wien nicht ganz mithalten. An dieser Stelle Grüße nach Wien! Wir radeln weiter Rhone-aufwärts.

Dienstag, 17. August 2010

Drome nettes Flüsschen mit vielen projektierten Radwegen






Hier noch ein Blick auf das Flüsschen Drome, das nach Regenfällen oder auch zur Schneeschmelze deutlich mehr Platz in seinem Bett beanspruchen wird. Wer genau hinsieht, kann einen Fischreiher erkennen. Die Radwege längs der Drome sind auf der Karte als Projekte erkennbar, doch wann dürfen und können wir dort radeln? Gerne auf einer späteren Tour, denn das Tal ist sehr angenehm.

Crest (zu) viele Treppen (17.8.)



Der Ausflug in das Tal des Flüsschens Drome war nicht geplant, aber bietet uns neue Ansichten netter kleiner Städtchen, hier Crest, auf dem wir den Wochenmarkt besuchen. Wir gönnen uns einen Erholungstag und müssen feststellen, dass wir auf heftigen,mehrtägigen Gegenwind schnell mit Erschöpfung reagieren. Es bleibt zu befürchten, dass der aus Norden blasende Mistral noch länger im Rhonetal sein Unwesen treiben wird. Uns bleibt nur, die Tagesetappen eher bei 40-50km als bei 60-70km anzusiedeln. Beim Spaziergang durch Crest bewegen wir unsere „anderen“ Muskeln als Alternative zum Fahrradfahren, aber soviele Treppen müssen nun wirklich nicht sein. Wir trinken lieber bei 28 Grad und leichtem Wind einen Kaffee. In der Nacht war es vermutlich nur 14 Grad warm. Fast herbstlich...



Firma Batavus hat schon einen modernen Kettenschutz, wie man auf dem Foto erkennen kann. So etwas wünschen wir uns auch, denn dann wären Kette und Ritzel vor möglichem Eindringen von Sand und Staub besser geschützt– wenn der Kasten dicht ist...

Es rappelt in der Kiste....bzw. Kette



Nach 5.550 km sind Antriebskette und vermutlich das/die Ritzel fühlbar verschlissen und verursachen ein starkes Ruckeln beim Treten. Sabine bestätigt dies per telefonischer Ferndiagnose, doch die Fernheilung insbesondere die spontane Selbstheilung funktionieren nicht. Viel mehr als jetzt könne nicht kaputt gehen – wir sind das Geruckel jedoch leid und sind beim zusätzlichen, starken Gegenwind so genervt, dass wir einen Flyer-Händler in Lyon in ca. 150km ansteuern werden. Ob er wirklich helfen kann? Narbenschaltungen sind in Frankreich nahezu unbekannt – wir sehen 3-Gang-Narbenschaltungen bei den Leihrädern mit Kardanwellenantrieb: wir sind neidisch, denn eine Antriebskette gibt es hierbei nicht. Ansonsten sind Kettenschaltungen weit verbreitet.



Bum – fiel der LKW um....



Während unserer Pause an der N7 blicken wir auf einen Kreisverkehr und sehen gerade noch, wie dieser LKW umkippt und auf der Seite liegenbleibt. Vom anliegenden Speditionsbetrieb ist schnell Hilfe da, der Fahrer scheint einen Schock zu haben, die Fahrerin eines kleinen PKWs, die evtl. den LKW zu einem „Ausweichschlenker“ gezwungen hat -unsere Vermutung, haben wir nicht beobachtet- steht völlig geschockt in der Nähe, bis dann die Feuerwehr schnell und kompetent eingreift, sichert und rettet. Zum Glück gibt es professionelle Retter/Helfer!


Wir verbieten uns auszumalen, was wäre, wenn man neben dem LKW gestanden hätte.



Rhone-Tal - schöne Landschaft



Teilweise weichen wir von der unmittelbaren Flussnähe ab und erleben so das etwas hügelige „Hinterland“, das schnell auf beiden Flussseiten in hohe Berge übergeht. Für uns mit Gepäck sind die Hügel nett zu fahren, bergab haben wir maximal 45km/h auf dem Tacho, wenn die Wege es zulassen. Spätestens dann wird gebremst...

Werbung mit dem Bienenkasten (Montelimar 15.8.)



Vor einem Geschäft, in dem Honig verkauft wird, lockt der schöne Bienenkasten die Kunden wie Blüten mit farbigen Blütenblättern die Bienen – findet Friedrich und drückt auf den Auslöser.

Rhone-Fluss teilweise sehr malerisch






Die eigentliche Rhone fließt dagegen häufig sehr naturbelassen, wenn sie nicht mit dem Kanal vereinigt ist – was streckenweise auch der Fall ist. So ist und bleibt dieser Fluss ein „Opfer“ menschlicher Wasserregulierungstätigkeiten.

Das ist die perfekte Welle...



Der Rhone-Kanal ist sehr betoniert, sowohl zur Stromerzeugung, aber als auch als Wasserreservoir für die Atommeiler. Schilder entlang des Ufers waren vor der Gefahr von Wellen und Strömungen nach Regenfällen..

Wer brütet denn da – Tricastin



Das Rhonetal ist mit Atomkraftwerken „gepflastert“, passieren wir ein KKW, sind die Wolken aus den Kühltürmen des nächsten schon in der Ferne erkennbar. Hier der berüchtigte schnelle Brüter Tricastin. Wir „erfreuen“ uns des Anblicks von der anderen Rhoneseite. An anderen KKW mussten wir direkt am Zaun längsfahren, Stacheldraht, Elektrozäune, Fotografierverbot, viel Beton....nix für uns. Aber die Akkus laufen auch mit Atomstrom....

Schlösschen mit Weingut



Man(n) könnte beim Anblick schon ins Schwärmen kommen, sofern mit dem Schlösschen auch genügend Personal zur Verfügung gestellt würde. Für Getränke sorgt der Weingarten ringsherum, Trauben gegoren und ungegoren, je nach Lust und Laune...

Papstpalast, Altstadt



Päpste und Gegenpäpste...die Stadt hat schon viel gesehen. Wir empfehlen den Besuch außerhalb der Hochsaison und kommen in späteren Jahren gerne im Mai oder Oktober wieder.

Avignon – Brücke immer noch Fragment! (13.8.)






Bei hochsommerlichen Temperaturen erreichen wir Avignon mit der beeindruckenden großen Altstadt. Wer hinter dem Stadttor Ruhe vermutet, irrt stark. Die bekannte Stadt zieht wie das Licht die Motten bzw. die Touristen an. Friedrich kann an der alten, im Lied besungenen Brücke, keine Baumaßnahmen erkennen – die Brücke bleibt ein Fragment und für unsere Fahrräder uninteressant. Wir nehmen eine komplette Brücke und bekommen am ersten Campingplatz mit Sicht auf die Altstadt einen Zeltstellplatz. Bis zum Abend treffen dort viele Fahrradreisende mit Gepäck ein – etwas separiert von den Caravans und Wohnmobilen.

Dienstag, 10. August 2010

Das neue Imkerbuch ist da – und der Autor weit weg!



Die Arbeit der Monate vor der Abreise haben sich gelohnt: Friedrichs neues Imkerbuch kommt in den Handel und hoffentlich rechtzeitig per Post an diejeingen, die daran mitgearbeitet haben. Ansonsten holt Friedrich die Übergabe nach Rückkehr nach.

Wir tauchen ab – und baden...



Die Hitze der Mittelmeer-Region ist am besten im Wasser auszuhalten. Die letzten 2 Tage haben wir uns ziemlich verausgabt, sind 60-70km geradelt, jetzt machen wir in einem kleinnen Paradies von Chambres d`hotes 3 Übernachtungen, sitzen im kühlen Innenhof und baden an einem schönen Platz. Auch ein Tipp der sympathischen Vermieterin....

Auf dieser Seite des Gitters kommen gleich Stiere!!!















Wir kommen in das Städtchen Manguio und freuen uns über ein Stadtfest, das auch auf Plakaten angekündigt wird. Da es sehr heiß ist, deutlich über 30 Grad, freuen wir uns über die Pause und etwas Essen in einem Gartenrestaurant. Die Ruhe trügt und wir haben uns noch nicht gewundert, warum die Straße auf einer Seite mit hohen Stahlgittern abgeschottet ist. Bis uns eine Dame erfreut aufklärt, dass hier gleich ein Stierlauf stattfinden wird und die Stiere aus dieser Region seien wegen ihrer gebogenen Hörner besonders gefährlich. Wir bedanken uns und möchten so schnell wie möglich weg. Aber – wir sind gerade auf der Seite, wo es sehr bald (½ h ???) sehr ungemütlich wird. Erst eine Polizistin kann uns erlösen und erlaubt das Aufschließen des Gitters, wir schlüpfen durch und wollen auch gar nicht warten, bis es hier los geht.





Junge Männer in T-Shirts dagegen können es dagegen kaum erwarten, von den Stieren getreten oder aufgestießt zu werden...der Rettungshubschrauber steht schon bereit.





Was erwartet uns im nächsten Dorf? Das nächste Stierrennen, wir flüchten ohne „Feindkontakt“, müssen aber erkennen, dass hier in fast allen Dörfern den Chirurgen Arbeit bereitet wird – wären wir doch besser erst hier im September durchgefahren...

Camping a la ferme – eine Oase mitten im Trubel



Unerwartetes Glück: ein Bioweinbauer hat nur kurz abseits des Gewusels einen Campingplatz mit kleiner Stellflächenzahl. Aber Fahrradfahrer, die nur 1 Nacht bleiben, kriegen immer einen Platz und bekommen sogar einen Rabatt. Wir sind gerettet!

Mittelmeer-Küste schnell weg



Hierhin strömen Unmengen von Touristen aus unterschiedlichsten Ländern – entsprechend werden auch Boote in Hochregallagern bereitgehalten. Alles andere ist ebenfalls schrecklich, wenn man Ruhe und Natur will. Das kann man wissen, man kanns sich auch ansehen und schnell flüchten. Wir kamen von Dorf zu Dorf und hatten keine Idee, wo wir noch einen Platz finden können. Die Campingplätze sind dichtgedrängt mit Vergnügungssüchtigen, die Zelte erinnern eher an Massentierhaltung. Nächtliches Programm und Alkohol - sozusagen Ballermann auf Französisch.

Georg, wo bist Du???



Nicht jeder Weg am Canal du midi ist für unsere stark beladenen Räder gut tauglich. Aber dieser Weg machte Spaß - es kamen uns zum Glück keine genauso beladenen Räder entgegen. Und verlorengegangen ist auch niemand im hohen Schilfgras.

5000 km und wie geht es weiter???



Hier sieht Friedrichs Anhänger sehr traurig aus: Der Anhänger hatte mal eine Stange mit Wimpel und Bremer Flagge (die sogenannte Speckflagge, rot-weiß-gekästelt mit Stadtschlüssel). Die Flagge und den oberen Teil der Wimpelstange hatte er wohl unwiederbringlich verloren. Als Ersatz hatte er einen Einweghandschuh an der unteren Stange befestigt – auch diesen Ersatz hatte er verloren. Nun das kleine Wunder vom Canal du Midi: Die Finderin des Ersatzhandschuhs hatte diesen samt Stange auf ihrem Gepäckträger gut sichtbar befestigt, um den eigentlichen Besitzer zu finden. Friedrich sahs, sprach Helene an und es entwickelte sich ein freundschaftliches Gespräch. Man traf sich zufällig die nächsten Tage, aß gemeinsam zu Mittag und tauschte die Adressen aus.


Was nun nach 5.000km in Südfrankreich???


Wir sind nach dem Fahren in der Hitze sehr geschafft und „urlaubsbedürftig“ gewesen: Nach einigen Tagen in Saint Chinian bei Marlies konnten wir uns erholen. Aber alle Pläne, die wir entwickeln mussten, da wir vorzeitig bei Marlies sein mussten, wurden zerschlagen:


1. Wir wollten die komplette Ausrüstung samt Rädern in einen angemieteten Transporter verladen und Regionen in (Süd-) Frankreich ansteuern, die wir so nicht erreichen können. Das Zelt oder notfalls der Transporter mit Isomatte und Schlafsack sollten für die nächsten 30 Tage unser Zuhause sein, bis wir uns dann wieder ausschließlich mit dem Rad auf den Weg nach Hause machen. Das Rhone-Tal werden wir mit dem Transporter noch „abkürzen“, da es keine Radwege oder angenehme Nebenstraßen auf 500km Länge gibt. Den Transporter kann man zwar im Internet mieten, aber die Verleihfirma behält sich vor, dem zuzustimmen oder nicht. Und in der Hochsaison sind „one-way-Touren“ eher unbeliebt...


2. Wir wollten das Rhonetal mit einem Schiff herauffahren, jedoch Flusskreuzfahrten gibt es nur hin- und zurück. Man kann es bei kleineren Reedereien vor Ort probieren, aber im Voraus scheint eine Buchung nicht machbar zu sein.


3. Also bleibt nur Plan No.3: Wir radeln das Rhone-Tal und werden berichten wie es dort auszuhalten ist...Eigentlich sollte man sich in Südfrankreich aus 3 Gründen erst ab September aufhalten: (A) Weniger Touristen an den Touristenorten, (B) angenehme Temperturen, eher unterhalb von 30 Grad Celsius und (C.) garantiert keine Stierläufe in den Städten/Dörfern (Details siehe oben).




m zu Mittag und tauschte die Adressen aus.

Albi mit Dom aus roten Backsteinen (Albi 03.08.)










Mit PKW fahren wir über die Berge nach Albi, einer Stadt am Fluss Tarn. Die Stadt und den Dom -überwiegend alles aus rotem Backstein gebaut – hat einen eigenen, beeindruckenden Scharm. Marlies können wir mit der Einschätzung überzeugen. Niemand konnte uns sagen, wieviele Backsteine letztendlich für den Dombau nötig waren, Die hohen Wände haben an der Basis eine riesige Breite – sonst stünden sie längst nicht mehr.

Wer schläft schnurrt nicht...



Marlies Kater findet uns sympathisch und sucht sich abends mal hier mal dort eine „kuschelige Nacht“. Kein Umdrehen ohne Einverständnis des Katers, der wenn er schläft, nicht schnurrt.

Garten am Fluss in Saint Chinian



Wir haben es wie erwartet gut getroffen, was die Temperatur angeht auch etwas zu gut mit bis zu 38 Grad im Schatten. Aber auf der Terrasse am Fluss beim Gläschen Wein lässt es sich gut aushalten.

Gepäcktransport mit dem Wagen (29.07.)



Wir trauen uns nicht mit Gepäck über die Berge – so fahren wir ohne und holen mit einem Wagen hinterher das Gepäck und die Anhänger ab. So kommen wir recht passabel nahe Beziers in Saint Chinian an und finden „Unterschlupf“ bei unserer Freundin Marlies.

Canal du Midi – ziemlich mittelmäßiger Fahrradweg (und schlechter)



Die viele Werbung für das Radfahren am Canal du Midi, der von Toulouse bis zum Mittelmeer führt, unterschlägt fast die schlechte Wegqualität. Große Unebenheiten, Spurrillen im Lehmboden usw. machen uns das Leben sehr schwer – auch andere Radler nutzen teilweise lieber die Straße – auch wenn es dort weniger Schatten gibt.

Wein ist manchmal die Lösung...



Diese Männchen machen es vor, wie der Wein produziert und konsumiert wird. Können wir auch und mögen wir auch.

Andere haben noch viel mehr Gepäck als wir (27.7. nahe Toulouse)



Zum Glück gibt es immer Jemanden, der mehr hat. So auf jeden Fall die Urlauber mit diesem Wohnmobil, an dem als Anhänger ein Smart angekoppelt ist. Unglaublich aber wahr. Und Langeweile soll dank Satellitenschüssel und TV auch nicht aufkommen. Wir vermissen das alles gar nicht, auch wenn wir Zuhause auf neue Medien ungern verzichten. Die „verpassten“ Sendungen werden bestimmt alle wiederholt.

Viel Arbeit für den Kollegen von Dr. Doolittle






In diesem Sommer bedürfen viele Tiere unserer Hilfe, so auch eine Gottesanbbeterin, die nicht alleine aus dem Waschbecken kam (sie hat nicht gezwickt!!!), oder eine Gans, die unbedingt aus Friedrichs Hand gefüttert werden wollte. Das gleichzeitige Füttern und Fotoapparat-Betätigen glückte nur selten...dafür hat die Gans ungeduldig geknabbert.